Unsere Maus Chrissi

Wir haben Euch heute was ganz Aufregendes zu berichten. Papi ist fast durchgedreht. Vor etwa 2 bis 3 Jahren hat Papi eine Maus in unserer Küche gesehen. Er hatte riesige Angst. Mami hat eine Lebendfalle gekauft. Gefangen haben wir die Maus nie. Aber einen Namen haben wir ihr gegeben. Chrissi. Neulich saßen wir gemütlich im Wohnzimmer, da hörten wir Geräusche. Papi vermutete gleich Chrissi sei zurück. Mami hat ein bissl rumgeguckt, war aber der Meinung die Geräusche kämen aus den Wänden. Könnte ja auch sein. Wir wohnen in einem alten Fachwerkhaus. Vorgestern hat Papi seinen Stift gesucht. Und nicht gefunden. Gesucht, gesucht, gesucht. Aufgegeben. Im Bett fiel ihm ein, dass ein Geräusch da war, als er sich aufs Sofa setzte. Er hats Mami erzählt und diese hat weiter gesucht. Und Mami hat den Stift gefunden. Hinterm Sofa. Er sah nur nicht mehr aus wie vorher. Er war angeknabbert. Dieses wollte Mami dem Papi ganz eilig mitteilen und eigentlich auch zeigen. Mami kam also ins Schlafzimmer und sagte: "Du Papi, ich hab deinen Stift gefunden. Allerdings ist er... Papi hat sofort geschrien: "Nein nein NEIN." Dann hat er gejammert, warum Mami ihm das vorm Schlafengehen sagen musste. Sie wisse doch, dass er große Angst hat. Aber Mami war so aufgeregt. Endlich ein Beweis. Und Mami mag Mäuse. Wir auch. Papi nicht. Er hat geweint. Mami hat Papi versprochen gleich Morgen Speck zu kaufen und die Maus zu fangen. Dann ist er eingeschlafen. Wir nicht. Wir lagen noch etwa eine Stunde wach und konnten Chrissi zuhören. Vielleicht haben wir bald ein Haustier. Da wir wissen, dass bei unserer Oma noch ein Hamsterkäfig auf dem Dachboden steht, haben wir beim Frühstück geäußert, dass wir Chrissi gern behalten würden. Papi hat er in seiner hysterischen Art sofort verneint. Sowas Blödes. Wir mögen kleine Mäuse. Und wir hätten so gern ein Haustier. Gestern Abend nachdem der Papi ins Bett gegangen war, hat Mami den Speck ein bissl angebraten und ihn in die Lebendfalle gesteckt. Diese hat sie hinters Sofa gestellt. Dann kam sie ins Bett. Hat uns aber die Hoffnung auf einen schnellen Jagderfolg genommen. Sie meinte, manchmal müsse man geduldig sein. Heute Morgen, Mami wollte Pipipause machen, ist sie zuvor ins Wohnzimmer gucken gegangen. Mit großem Gejohle kam sie ins Schlafzimmer zurück. Papi hat wieder geschrien wie ein ganz Großer. Mami ist dann Pipi gegangen -sie konnte vor Aufregung gar nicht so schnell-. Dann hat sie sich geschwind angezogen und uns mitgenommen. Wir durften uns Chrissi angucken. Wir haben gequieckt vor Freude. Chrissi war ganz niedlich. Braungrau, große Ohren, Knopfaugen. Wir wollten sie so gern behalten. Mami hat aber gesagt, das ginge nicht. Weil Chrissi die Freiheit liebt. Uns hat sie wieder zu Papi ins Bettchen gebracht. Er hat wieder geschrien. Obwohl sie ihm ja sagte, dass sie ihm Chrissi nicht zeigen wird. Dann hat Mami die Falle genommen und ist mit Chrissi raus gegangen. Etwa 200 Meter von unserem Haus entfernt hat sie sie an einem Busch in die Freiheit entlassen. Mami sagte, Chrissi habe sie ganz vorwurfsvoll angesehen, weil sie nicht wisse, was sie jetzt an diesem Ort soll. Nun ist Chrissi weg und wir haben kein Haustier mehr. Obwohl, wo eine Maus ist, sind ganz viele sagt der Papi. Heute Abend stellen wir wieder die Falle auf. Mal sehen, an wie vielen Morgenden Mami mit uns noch hinters Sofa guckt und uns kleine Chrissis zeigt.

25.3.14 16:21, kommentieren

Wir stellen uns vor!

Hallo, wir heißen Charlie und Sidney. Eigentlich heißen wir Charlotte und Sidney James. Aber so werden wir ganz selten genannt. Nur wenn wir vermeintlich frech waren. Das sind wir aber nie. Mami und Papi kapieren halt nur nicht, dass es nötig ist so zu sein wie wir sind. Der Sidney nennt mich manchmal Charlotti Karotti. Da werd ich richtig sauer. Ich bin nämlich eine Prinzessin. Und da kann man nicht so verkackeiert werden. Verkackeiert ist übrigens eines meiner Lieblingswörter. Der Sidney spricht nicht ganz so viel. Er ist so n Schmuser. Ein Papischmuser. Die Zwei sind richtig gute Kumpels. Gucken zusammen Fußi und alles Andere rund um dieses Thema. Und abends gehen sie gemeinsam ins Bettchen kuscheln. Der Sidney schläft immer bei Papi im Arm. Ich bin da ganz anders. Ich laß mich nur mal ganz kurz schmusen. Roll vorher genervt mit der Augen und sag "Oah Papi, nicht schon wieder." Aber eigentlich find ich´s auch ganz gut. Ich will halt nur, dass der Papi sich auch richtig bemüht. Neulich, also letzte Woche, waren wir gemeinsam im Urlaub. Wir machen vieles gemeinsam. Leider nicht Alles. Also wir waren im Urlaub. Endlich mal eine Unterkunft, die meinem Status als Prinzessin gerecht wurde. Es war ein Schloss. Unser Zimmer war ein Türmchenzimmer. Es war großartig. Ein ganz schickes Zimmer. Runde Wände. Aussicht auf den See. Wohl auch ganz tolles Essen. Hier sind wir nun an DEM Knackpunkt unseres Urlaubs angelangt. Wir durften nicht mit zum Essen. Angeblich würden Mami und Papi in die Irrenanstalt kommen, wenn sie uns mitnähmen. Wir verstehen nicht, was die meinen. Zu Hause dürfen wir ja auch mit zu Tisch. Kriegen unsere Lätzchen um und werden von Papi gefüttert. Hier nun sollten wir uns aus der Minibar bedienen. MINIBAR! Mini war auch das Angebot da drin. Toblerone und Erdnüsse. 4 Tage lang. Zum Glück wurde sie jeden Morgen aufgefüllt. Von einer netten Dame. Sie hat das Zimmer und das Bad geputzt und das Bett gemacht. Und uns angeschaut. Den Sidney hat sie auch auf den Arm genommen und gedrückt. Das haben wir Mami und Papi aber verheimlicht. Als wir dann endlich mit knurrendem Magen wieder zu Hause waren, ist was ganz tolles geschehen. Papi hatte so ein schlechtes Gewissen, dass er noch am gleichen Tag für uns Pizza gemacht hat. Seit dem bekommen wir wieder regelmäßig unsere Mahlzeiten. Naja, das war erstmal ne kurze Einleitung in unser turbulentes Leben, schon sehr bald kommt mehr. Bis dann, eure Charlie

24.3.14 18:11, kommentieren